Standortprobleme
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- Geschrieben von: Andreas Dehning
In der letzten Zeit habe ich mich mal wieder viel mit dem Aufbau, der Polausrichtung und dem Alignment beschäftigt, sofern es die Zeit und das Wetter zuließ.
An meinen Standort im Garten liegen eingeschränkte Sichtbedingungen in allen Himmelsrichtungen vor, selbst der Polaris ist nicht immer uneingeschränkt sichtbar.
Jedes Mal alles ins Auto zu packen und auf dem Beobachtungshügel zu fahren ist auch keine Lösung, zu mindestens nicht für ein bis zwei Stunden.
Also überlegte ich mir wie ich meine Peileinrichtung genauer nutzen kann. Das Handy mit geografischer Polausrichtung wollte ich nicht mehr nutzen aber ein guter Kompass mit Berücksichtigung der Missweisung war jetzt das Mittel der Wahl. Die Missweisung an meinen Standort beträgt 4,50 Grad. Das bedeutet, wenn ich die Montierung samt Peileinrichtung so aufstelle das der Kompasse nach 355,50 Grad zeigt habe ich den geografischen Nordpol. Der Vorteil daran der analoge Kompass funktioniert immer, keine Justage keine Beeinflussung durch die Elektronik des Handys.


Gleichzeitig probierte ich auch meine neuen „Nivellierteller“, unter jedem Stativbein ein war ein höhenverstellbare „Nivellierteller“ angebracht, um die Dosenlibelle exakt zu nivellieren.


Die Polhöhe an meinen Standort wurde mit einer digitalen Wasserwaage zur Neigungsmessung eingestellt. So erhoffe ich das ich den Polarstern möglichst nah komme, ohne ihn wirklich im Polsucher sehen zu können.
Ich baute also das Stativ auf und zu zog die Stativbeine nur zur Hälfte aus, bei der Gelegenheit markierte ich die Stelle an allen drei Beinen. Im nächsten Schitt befestigte ich den Okularteller der gleichzeitig die Beine spreizt und versteift. Die Stativspitzen stellte ich auf „Nivellierteller“. Als letztes wurde die Peilvorrichtung montiert.
Jetzt legte ich im äußeren Ende der Peilvorrichtung bündig an einer der Innenkanten des U Profils den Kompass ein. Dann drehte ich das Stativ so lange bis 355,50 Grad auf dem Kompass angezeigt worden.
Nun wurde die Dosenlibelle eingelegt und die „Nivellierteller“ so lange verstellt, bis die Blase mittig war. Es war ein bisschen fummelig, aber ich denke das wird besser je öfters das gemacht wird.
Danach setzte ich die Montierung auf. Mit der digitalen Wasserwaage stelle ich die Montierung auf 53°1‘42‘‘N (53,03°) Grad Neigung.
Die Gegengewichte angesetzt und das Teleskop mit schwerem Zubehör auf die Montierung aufgesetzt. Wichtig hierbei, erst die Gegengewichte ansetzen und dann erst das Teleskop!
Kurz vor der Dämmung würde nun die Montierung mit Hilfe des Polsuchers zum Nordstern ausgerichtet werden. Erst dann sind die Feststellschrauben anzuziehen. Ein 1 bis 3 Sterne Alignment erfolgt dann im Anschluss. Allerdings ist das an meinen Standort schwierig deshalb der Aufwand mit dem Aufbau. Er erlaubt es mir -hoffentlich- mit nur ein Stern Alignement ein einigermaßen genaues Goto zu realisieren. Der Test am Abend steht aber noch aus.

Am Tag muss ich mich darauf verlassen das meine Ausrichtung genau genug ist, um ein Alignment an der Sonne durchführen zu können. Die Feststellschrauben können jetzt schon angezogen werden.
Achtung folgendes NIEMALS ohne entsprechenden Schutz durchführen!!!
Mit der Handsteuerung ist das nicht möglich sie lässt ein Alignment auf die Sonne nicht zu. Aber die Steuerung über Handy bietet die Möglichkeit diesen Sicherheitsmechanismus auszuschalten. Dazu musste ich anstelle des Handmoduls das WLAN-Modul einstecken.
Das Teleskop wurde für die Sonnenbeobachtung mit einem Herschelkeil ausgestattet, so dass dieser Schwenk zur Sonne ungefährlich ist. Ein Sucher nutze ich bei der Sonnenbeobachtung niemals!
Aber ich wiederhole wer sich nicht sicher ist das NIEMALS durchführen!!!
Der Vorteil beim Herschelkeil ist das man von außen sieht, wann die Sonne eingestellt ist. Der Blick durch das Okular vergrößert dann die Genauigkeit. Ist das erledigt kann man das Teleskop bis zum Abend laufen lassen oder in die Parkposition fahren und bis in die Dämmung ausschalten.
Rückblick WHAT 2025
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- Geschrieben von: Andreas Dehning
Nun ist es schon wieder ein paar Tage her, das WHAT 2025. Wie im vergangenen Jahr war ich eine Woche vor Ort und so viel kann ich schon vorweg nehmen, es war das beste WHAT an dem ich bisher dabei war.
Wir hatten fast alle Tage erstklassiges Wetter nur eine Nacht war bewölkt. Wobei die ersten Tage der Woche wohl die besten waren. Klar, trocken und erstklassiges Seeing das hohe Vewrgrößerungen ermöglichte.
Mit der Technik klappte es soweit, es gab Startschwierigkeiten, ich musste am Montag Abend die Montierung insgesamt drei mal über den Polsucher mit Winkeleinblick neu einnorden. Der Grund dafür kann ich nicht mehr reproduzieren. Aber irgendwann war das GoTo hinreichend genau an den Abend.
In den darauf folgenden Tagen musste ich mindestens einmal neu einorden, es wurde schon ein wenig Routine. Ich glaube das Ergebnis wurde von mal zu mal besser.
Transformation eines Dobson
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- Geschrieben von: Andreas Dehning
Lange Jahre hat mich der Dobson von GSO begleitet, es war noch eines der ersten Modelle und vieles davon musste mit viel Zeitaufwand verbessert und geändert werden. Vom Austausch der dreiarmigen Fangspiegelspinne bis hin zur Tubusentlüftung, mittlerweile gibt es (fast) alle Änderungen schon von der Stange. Vieles davon kann man hier noch nachlesen.
Also was tun mit den „Alten“, verkaufen, nein kommt nicht in Frage, neue Rockerbox basteln, keine Zeit dazu.
Ich entschloss mich zu Totaltransformation, ich beauftrage Dieter Martini damit mir einen Gitterrohrdobson zu bauen. Diese Konstruktion sollte den Hauptspiegel, Fangspiegel und den OAZ weiterverwenden.

Partielle Sonnenfinsternis am 29.03.2025
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- Geschrieben von: Andreas Dehning

Die Wetterfrösche sagten eigentlich Wolken voraus also mein ursprünglicher Plan zum Frühjahrstreffen nach Neu Göhren zu fahren habe ich wieder verworfen. Eine kleine Chance auf Wolkenlücke sollte sich bei mir zu Haus bieten. Die Aussichten wurden aber immer schlechter und am Freitagabend sagte der Wetterbericht Wolken auch bei mir zu Haus und in Neu Göhren voraus. Innerlich habe ich dann das Kapitel partielle Sonnenfinsternis schon abgeschlossen. Ich wollte gerade zum Einkaufen fahren als ich bemerkte das es immer mehr aufklarte draußen, wenn ich jetzt losfahre, bin ich nicht mehr rechtzeitig zurück, geschweige denn kann das Teleskop schnell genug aufbauen.
Also nur die kurze Einkaufsrunde im Markt vor Ort und zurück.
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